SSV Ludwigshafen Fliegen in der Rheinebene

Fliegen erleben

Fluglager 2017 in Schwandorf

Konstantin Dibbern berichtet: „Am Anfang der rheinland-pfälzischen Sommerferien haben der SSV Ludwigshafen und der SFG Giulini vom 1.6. bis zum 16.6., ein gemeinsames, zweiwöchiges Fluglager beim Flugsport-Club Schwandorf veranstaltet.

Der Flugplatz liegt in einem Wald, welcher sich in einem Seengebiet befindet und ist somit von Tourismus umgeben. Schwandorf ist 30 Minuten von Regensburg und etwa eine Stunde von der tschechischen Grenze entfernt. Dies führte auch für Nicht-Flieger zu vielseitigen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Dankenswerter Weise hat der FLC Schwandorf den Teilnehmern seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, was im Wesentlichen einen Aufenthaltsraum, sanitäre Anlagen und eine Küche beinhaltete. Die anfallenden Dienste wie die Verpflegung und Reinigung des Clubheims wurden täglich von den Teilnehmern selbst übernommen.

Der offizielle Anreisetag war Samstag, 1.6., und wurde nach Ankunft gegen 16:00 Uhr zum Aufbauen der zahlreichen Zelte, für ein gemeinsames Abendessen und das abendliche Zusammensitzen am Lagerfeuer genutzt.

Da die wenigsten der etwa 30 Teilnehmer schon einmal in Schwandorf gestartet sind, musste am Sonntag erst einmal jeder einen Einweisungsflug mit einem Fluglehrer bestreiten. Zweck eines solchen Fluges ist die Einführung in die örtlichen Besonderheiten und das Erlangen der nötigen Orientierung.

Am Montag ging es dann ans Eingemachte. Die Wetterberichte sahen Sonntagabend nicht sehr spektakulär aus, doch der Tag ermöglichte Schnittgeschwindigkeiten von über 100 km/h und alle Piloten wussten am Abend begeistert von ihren Flügen zu berichten.

Der Dienstag war nicht so erfolgreich. Wegen großflächiger Abschirmung und kräftigem Wind konnten zwar keine großen Strecken erzielt, jedoch konnten längere Erkundungsflüge unternommen werden. Die Wetterberichte für die nächsten Tage sahen vielversprechender aus.

Mittwoch war brauchbar, aber nicht herausragend. Durch die zunehmend spürbare Warmluft, was sich zum einen auf die Wolkenbildung als auch auf die Thermik selbst auswirkte, wurde der Tag gegen Abend immer schwieriger. Dennoch waren Flüge von über 400 Kilometern möglich. Auch die Schulung kam nicht zu kurz, was sich durch mehrere Fünf-Stunden-Flüge bemerkbar machte. Ein solcher Flug ist ein wichtiger Meilenstein in der Ausbildung eines jeden Segelfliegers und sorgt immer für schöne Erinnerungen.

Am Donnerstag wurde beim morgendlichen Briefing entschieden, dass der offizielle Flugbetrieb nach dem Aufbau durch einen Besuch des Sees unterbrochen werden sollte.
Viele Schüler nahmen diese Möglichkeit wahr und nur wenige Streckenflieger blieben auf dem Flugplatz zurück. Wegen Problemen mit der Winde konnten jedoch auch diese erst nach 13:00 Uhr starten, was jedoch den Erfolg dieses Tages nicht bremste. Manche Piloten nutzten eine Konvergenz über dem Bayrischen Wald um Kilometer zu sammeln, andere blieben im flacheren Gelände und nutzten die auch hier kräftige Wolkenthermik für viele schöne Flüge.

Am Freitag waren sich alle Prognosen einig und somit war klar, dass es nicht fliegbar werden würde. Als Alternativprogramm war Kartfahren geplant, was sich anbot, da eine von Deutschlands größten Kartbahnen nur ein paar Kilometer vom Flugplatz entfernt. Nach einem zehnminütigen Qualifying und anschließendem Rennen konnte sich Konstantin gegen seinen Vater durchsetzen und gewann. Klaus wurde zweiter und Dominic dritter.

Samstag war die Thermik an sich war zwar nicht schlecht, nur wurde sie durch starken Wind zerrissen und schwer zu zentrieren, was das Vorankommen schwierig machte. Während die meisten Piloten eher lokale Flüge unternahmen, brach Peter Mangold zu einem größeren Flug auf. Um einen hohen Ligaschnitt zu erreichen holte er bis zum nördlichen Ende des Thüringer Waldes aus, um dann mit Rückenwind bis an die Tschechische Grenze zu rasen. Die Taktik ging auf, was sich in einem 113er Ligaschnitt zeigte.

Für den Folgetag waren schwere Gewitter vorhergesagt, weshalb direkt beim Briefing beschlossen wurde, dass die Flugzeuge abgebaut werden und kein Flugbetrieb stattfinden würde. So wurde der Tag mit aufräumen, am See liegen oder beim Kartfahren zuschauen verbracht.

Das Fluglager startete nun in die 2. Woche. Leider haben sich zu Beginn der 2. Woche viele der Teilnehmer aufgrund der Urlaubsplanung auf den Rückweg gemacht, sodass nur noch eine überschaubare Anzahl an Piloten in Schwandorf verblieben war – dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Der Montag war vom Wetter her etwas verhalten. Aufgrund der schlechten Wetterprognose kamen leider keine Streckenflüge zusammen, jedoch Schulbetrieb zustande, was zu großer Begeisterung der Flugschüler führte, da sie nun einen weiteren Tag hatten, an dem sie in die Luft kommen konnten. Viele der Streckenflieger halfen am Flugbetrieb mit, sodass der Nachwuchs auf seine Kosten kommen konnte oder machten Tagesausflüge nach Regensburg und Tschechien.

Für den Dienstag war ein kleines fliegbares Wetterfenster vorhergesagt, was es für große Streckenflüge schwer machte. Natürlich war dies keine Motivationsbremse und am Morgen wurde fleißig aufgebaut. Am Ende vom Tag waren es gemischte Gefühle bei den Piloten. Viele hatten sich auf längere Flüge vorbereitet, jedoch waren es am Ende nur drei Piloten die Thermik fanden und dadurch länger fliegen konnten.

Es war leider absehbar, dass wir am Mittwoch vom Wetter nicht verwöhnt werden würden, sodass ein Alternativprogramm ausgearbeitet wurde. Diesmal stand Wassersport auf dem Plan. Die eine Gruppe machte sich auf zur Wakeboard-Anlage, um Wasserski und Wakeboard auszuprobieren, die andere fand ihren Spaß beim Kanufahren. Alle warteten nun auf den Donnerstag, den vermeintlich besten Tag der Woche.

Für Donnerstag sagten alle üblichen Flugwetterportale einen richtig guten Tag voraus. Am Ende war es zwar kein Hammer-, aber durchaus ein nutzbarer Tag, der allen Spaß und Freude bereitete. Dazu war dieser Tag für zwei unserer Flugschüler ein ganz besonderer, denn sie flogen ihren 50-Kilometer-Flug, welches die letzte große Herausforderung an die jungen Segelflugpiloten ist, bevor sie ihre praktische Prüfung antreten dürfen. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Freitag, Tag der Abreise: Am Vormittag wurde noch fleißig Schulbetrieb gemacht, was einem unserer Flugschüler ermöglichte, seinen 1. Alleinflug zu bewältigen. Herzlichen Glückwunsch! Am Nachmittag stand nun Putzen auf dem Plan. Alle Räumlichkeiten des Flugsportclubs Schwandorf wurden wieder so hergerichtet wie wir sie vorgefunden hatten. Gegen Abend waren alle Dannstädter wieder in der heimischen Pfalz.

Der SSV Ludwigshafen und der SFG Giulini danken allen herzlich, die zu dem Gelingen des Fluglagers beigetragen haben, besonders dem FLC Schwandorf für seine Gastfreundschaft!“

Ungeahnte Höhen

Johannes Dibbern berichtet: „Am 14. und 15. November hatten wir wieder die Möglichkeit, in der Region Welle zu fliegen. Nachdem man bereits am Samstag bis auf 5.200 Meter steigen konnte, hatte es der Sonntag erst recht in sich.

Mit Skihose und mehreren Lagen Pullovern ausgerüstet, startete ich und ließ mich direkt in die Primärwelle schleppen. Nach dem Ausklinken ging es sofort laminar mit etwa 1,5 m/s weiter nach oben und ich konnte das beste Steigen wie auch am Vortag über Lachen-Speyerdorf ausmachen und „stand“ mit meinem Flugzeug bei ca. 100 km/h Gegenwind fast bewegungslos auf der Stelle.

In 2.800 Meter schaltete ich die Sauerstoffversorgung an und erhielt die erste Freigabe von der Flugsicherung, um bis etwa 5.500 Meter weiter zu steigen. Dort erhielt ich dann die nächste Freigabe bis 6.500 Meter. Während des Steigfluges konnte ich zuhören, wie sich immer mehr Segelflieger eine Freigabe holten und ab und zu warnten die Fluglotsen, man solle nicht nach Frankreich hineinfliegen oder aufpassen, nicht in den abfliegenden Verkehr Frankfurts zu geraten.

Oben angekommen, fing ich an die Lenti in etwa 6.000 Meter Höhe Richtung Grünstadt abzufliegen und drehte dort wieder Richtung Süden, um bis nach Schweighofen zu fliegen. Über Lachen erwartete mich dann das vorher verlassene Steigen und es ging wieder von 5.900 Meter auf 6.300 Meter.

Nach der Wende über Schweighofen war mir dann so kalt (die Außentemperatur betrug nur -17° C), dass ich entschloss, langsam abzusteigen. Mit 150 km/h angezeigter und 225 km/h tatsächlicher Geschwindigkeit glitt ich bis etwas nördlich von Grünstadt und wechselte dann in etwa 3.500 Meter in die Sekundärwelle. Von dort flog ich zurück zum Platz und in der Platzrunde noch ein bisschen rückwärts :-)

Dass an diesem Tag noch deutlich mehr möglich war, zeigten Tomek Ziarko (AC Heppenheim) mit einem neuen Höhenrekord von über 9.000 Metern (Freigabe bis Flugfläche 300!) und Jan Hertrich (SFG Giulini) mit knapp 8.000 Metern. Peter Mangold ließ es sich nicht nehmen, zwischen Wellenflug (Pfälzerwald) und Hangflug (Odenwald) hin- und her zu wechseln.“

Meine Eindrücke des Tages habe ich in einem Video zusammengefasst:

Weihnachtswelle 2014

Johannes Dibbern berichtet: „Bereits eine Woche vorher konnte man es anhand der Wetterberichte erahnen: Es würde in den Tagen vor Weihnachten Welle geben. Am Wochenende wurden dann bereits die ersten Flüge unternommen. Für die folgenden Tage wurden dann alle Fluglehrer, die nicht arbeiten mussten, zusammentelefoniert und ein Flugbetrieb organisiert.

Am Montag, 22.12.2014, konnte man bereits auf der Fahrt zum Flugplatz die Welle erkennen und um halb 9 begann das Ausräumen.

Wie vorhergesagt riss die Wolkendecke um 11 Uhr zwischen den Wellenbergen auf und wir konnten starten. Zuerst starteten Peter Franke und ich in der DG-1000T, dann Ralf Bock in der Hornet, Peter Mangold und Konstantin Dibbern im Duo Discus und zuletzt Dominic Sailler und Gerhard Guhmann in der ASK21.

Bereits im Schlepp konnte man die Stärke der Welle spüren, was die Schlepps schön kurz und preiswert hielt. Nach dem Ausklinken in etwa 800m Höhe stiegen wir direkt weiter auf 2.600 m in der Sekundärwelle, um dann vor in die Primäre Welle zu gleiten. Es stieg durchgängig mit 2-3m/s und wir konnten ordentlich Strecke machen, während wir die Aussicht genossen.

Es gab an diesem Tag verschiedene Taktiken. Die DG-1000 machte Strecke und blieb immer über 2.000 m, während das Team im Duo Discus, sobald es wieder zu einfach wurde, die Bremsklappen zog und bis auf 550 m heruntersank, um sich dann wieder im Rotor hoch zu kämpfen. Am Ende des Tages gegen kurz vor 4 Uhr trafen wir uns mit Klaus zu einem Fotoshooting, bevor wir uns kurz vor Sonnenuntergang wieder an den Abstieg machen mussten.

Am Dienstag, 23.12.2014, gab es wieder Welle, diesmal ohne abschirmende hohe Bewölkung mit blauem Himmel und Sonne. Durch die auf Facebook geposteten Bilder vom Montag lockten wir weitere Segelflieger an. Die ersten, Peter Franke und sein Sohn, schafften es direkt aus der Winde durch Rotorkurbeln in die Welle, während alle anderen per F-Schlepp starteten. Die Welle war nicht so stark wie am Vortag und konnte deshalb nicht für große Strecken genutzt werden. Die weiteste zurückgelegte Strecke waren 150 statt wie am Montag 380 Kilometer. Durch die Sonneneinstrahlung war es deutlich wärmer im Cockpit, man genoss einfach die Aussicht und traf sich zu weiteren Fotoshootings.“

SG 38-fliegen

Johannes Dibbern berichtet: „Es gibt jedes Jahr eine von der Luftsportjugend Rheinland-Pfalz organisierte Herbst-Aktion. Dieses Jahr bestand sie im SG 38-Fliegen auf der Wasserkuppe. Die SG 38 ist ein Gleitflugzeug aus den 30er-Jahren und wurde seinerzeit für die Anfängerschulung eingesetzt. Nach drei Stunden Fahrt kamen wir drei Dannstadter Jugendliche dort an und es gab gleich etwas zu essen. Danach bezogen wir unsere Zimmer und es entwickelte sich ein geselliger Abend mit den anderen Rheinland-Pfälzern.

Am nächsten Morgen sollte eigentlich schon früh mit der SG 38 gestartet werden, allerdings wurde dies durch dichten Nebel verhindert. Deshalb besuchten wir zunächst das Deutsche Segelflugmuseum, in dem man eine Vielzahl an historischen Segelflugzeugen besichtigen kann. Gegen Mittag löste sich dann der Nebel auf und wir zogen die SG 38 per Traktor an den Süd-West-Hang der Wasserkuppe, wo der Wind direkt auf dem Hang stand. Das versprach schon einmal „lange“ Flüge. Nach einem kurzen Briefing gingen die ersten Starts per Gummiseil raus, bei denen wirklich jeder Mann gebraucht wird.

Es braucht nämlich 16 Leute, um das Gummiseil auszuziehen und vier Personen, um die SG 38 festzuhalten. Auf Kommando lässt die „Haltemannschaft“ los und der Gleiter erhebt sich in die Lüfte. Das ist zwar kein besonders langes Erlebnis, dafür macht es aber umso mehr Spaß.

Am Ende des zweiten Tages, nach dem jeder zwei Starts absolviert hatte, gab es noch eine kleine Siegerehrung, bei der jeder eine Urkunde mit seiner Leistung erhielt. Der Rekord lag bei etwas über einer Minute Flugzeit in zwei Flügen …“

Segelfliegen wie Gott in Frankreich

Klaus Leitner mit einem Rückblick auf das Fluglager in La Motte du Caire, Video von Norman Stirbu: „Am Freitag, 4. Juli, machten wir uns abends mit dem Duo Discus im Anhänger voller Vorfreude auf den Weg Richtung Südfrankreich. Ziel unserer langen Anreise war der legendäre Flugplatz La Motte du Caire, der inmitten der französischen Südalpen liegt. Aus vielen spektakulären Erzählungen in unserem Clubheim war uns dieser Flugplatz schon bekannt. Keiner von uns hatte jedoch zuvor die Gelegenheit, den Platz persönlich kennenzulernen. So waren wir alle gespannt, was uns fliegerisch in den kommenden Tagen erwarten würde. Unsere Anreise erfolgte nachts über Basel und Grenoble schließlich nach Sisteron in das Sasse-Tal. Die letzten Kilometer unserer 14-stündigen Fahrt schlängelten sich über kurvenreiche und enge Bergstraßen.

Dem zunächst engen Sasse-Tal folgend öffnete sich eine Talgabelung, an deren nördlichen Verlauf der schmale Platz La Motte zwischen Straße und Bachlauf zu erkennen war. Nicht weit entfernt liegen übrigens auch die ebenso bekannten Flugplätze Gap und Sisteron.

Den Folgetag nutzten wir, um uns von der langen Anfahrt etwas auszuruhen und die Gegend rund um den Flugplatz näher kennenzulernen. La Motte, das war also die mit französischem Flair ausgestattete Ausgangsbasis für den ansässigen Verein und die aus allen Ecken Europas kommenden Segelflieger, die hier für ihre schönen und weiten Flüge in die nahen Berge der Haute Provence starten. Am nächsten Morgen durften wir erstmals das immer pünktlich um 10:00 Uhr per Glocke eingeläutete Ritual des Briefings erleben, dargeboten vom Chefpiloten Christian „Chrischan“ Schneeberger, der für fast alles am Platz zuständig ist.

Christian führte uns fachkundig und umfassend in das alpine Segelfluggebiet um La Motte und die dortigen Charakteristika des Alpenfluges ein. Er verkündete gleich beim ersten Wetterbriefing, dass der nord-westliche Wind stark auffrischen und die nächsten Tage vom Mistral geprägt sein würden, ein für diese Gegend typischer und vor allem starker Wind. Diese Mistralwetterlagen machen zwar das Starten und Landen in La Motte wegen der starken Turbulenzen nicht ganz unkritisch, aber sie erzeugen über den Bergen fantastische, hochreichende Lee-Wellen. In den folgenden Tagen führten Norman und Christian mit uns in der ansässigen ASK 21 bzw. in unserem mitgebrachten Duo Discus die Einweisungsflüge durch.

Die französischen Windenkommandos zu verstehen und sie sich vor allem zu merken, fiel nicht allen von uns leicht. Deswegen hielten wir beim Start einen „Spickzettel“ mit den französischen Startkommandos fest in der linken Hand. Das Seil wurde eingezogen und es folgte ein kraftvoller Windenstart auf knapp 400 Meter. Mit dieser Höhe ging es nach dem Ausklinken gleich an den neben dem Flugplatz befindlichen Hausberg „Blacher“. Ohne Probleme war mithilfe des Hangwindes der Gipfel des Blacher schnell überstiegen. Am Flugplatz in La Motte werden übrigens ausschließlich Windenstarts und keine F-Schlepps durchgeführt. In der Regel findet man in La Motte aber von der Winde weg guten Anschluss an die Thermik oder den Hangwind. Nachdem wir uns dann bis zur Wolkenbasis hinaufgearbeitet hatten, erlebten wir an jedem unserer Flugtage im Prinzip immer dasselbe atemberaubende Erlebnis: Völlig entspanntes Fliegen in einer scheinbar unendlich langen Welle, die uns nicht nur wunderschöne Wellenstreckenflüge entlang an den Bergen Jouère, Malaupe und Gache ermöglichte, sondern uns mit Steigwerten von über 5 m/s sogar in sagenhafte Höhen hinaufgetragen hat. An manchen Tagen konnte man zwischen den perfekt geformten Lenticulariswolken im Süden sogar die Stadt Cannes an der Côte d’Azur sowie das Mittelmeer erkennen.

Die Landungen in La Motte mussten aufgrund des Mistrals mit hohen Fahrtreserven durchgeführt werden, weil sich heftige Rotoren und Abwindfelder direkt im Endanflug befanden. Kein Problem für uns, da wir immer mit ausreichend Überfahrt (150 km/h!) angeflogen sind und von Christian und Norman speziell auf diese Bedingungen vorbereitet wurden.

Neben dem eigentlichen Fliegen fühlten wir uns in La Motte auch sonst ausgesprochen gut aufgehoben. Christian zeigte uns nicht nur die schönsten Insider-Lokale in den abgelegenen Orten rund um den Flugplatz, sondern organisierte u. a. private Führungen wie z. B. durch die historische Kirche von La Motte. Damit ging für uns nach einer Woche eine unvergessliche Zeit in den französischen Alpen zu Ende.“